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Freitag, 30. März 2012

Was es wert ist getan zu werden, ist es wert richtig getan zu werden | Praktikant

1. Einleitung

Im Frühjahr 2011 habe ich mich bei der cometis AG für ein Praktikum im Bereich Consulting beworben. Für mich war schon zu Beginn meiner Suche nach einen geeigneten Praktikumsplatz klar, dass dieser im Bereich der Unternehmensberatung liegen soll und idialerweise in direkter Verbindung mit dem Kapitalmarkt stehen sollte. Das Bewerbungsgespräch fand in einer angenehmen Atmosphäre statt und bestand unter anderem in einem Meinungsaustausch mit cometis Vorstand Ulrich Wiehle über die zu diesem Zeitpunkt in den Medien diskutierte Erhöhung der US-Schuldengrenze.

Schnell wurde mir anhand der über das Unternehmen in Erfahrung gebrachten Informationen, in Verbindung mit dem Gespräch mit dem Vorstandsmitglied klar, dass mich das Unternehmensgebiet der Finanzkommunikation sehr interessiert. Unumwunden gebe ich zu, dass auch ich dem weitverbreiteten Vorurteil, dass man den Beruf des Beraters nicht länger als 5 Jahre ausüben könne, nachhing. Es war für mich daher eines der wichtigsten Ziele des Praktikums, mir dahingehend eine Meinung bilden zu können, ob die Beraterbranche eine zukünftige berufliche Option darstellen könnte, selbstredend mit einem Zeithorizont der über die besagten 5 Jahre hinaus geht.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich von meinen zukünftigen Kollegen herzlich empfangen und fühlte mich durch die offene Art der Mitarbeiter willkommen. Ich fühlte mich gleich in die Gemeinschaft aufgenommen. Es wurde mir eine Praktikumsmappe ausgehändigt, die ich als reichlich hilfreich empfand, sie beinhaltete informative Unterlagen wie Geschäftsberichte und Investoren- Präsentationen. Später durfte ich bei der Erstellung solcher Drucke aktiv mitwirken. Auch die darin gestellten Aufgaben empfand ich persönlich als sehr hilfreich, denn so erhielt ich ein Bild, mit welchen Themen sich Berater täglich befassen müssen. Die Berater eröffneten mir auch die Möglichkeit, mich mit ihnen frühzeitig zu verständigen, um bei der Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Ad-hocs teilnehmen zu dürfen.

2. Tätigkeiten

An meinem ersten Tag war ich mit der Auswertung des Inhalts meiner Praktikumsmappe beschäftigt, während ich am zweiten Tag direkt in effektive Aufgaben eingebunden wurde. Anfänglich bestand mein Aufgabengebiet in erster Linie aus administrativen Aufgaben sowie Recherchearbeiten. Schon dabei konnte ich erste Einblicke in die Tätigkeiten des IR-Tagesgeschäfts gewinnen. Bald darauf folgten die ersten anspruchsvolleren Aufgaben wie zum Beispiel Recherchen im größeren Umfang, Pressespiegel für einen IPO Kandidaten, Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Proxy-Votern auf Hauptversammlungen sowie die Übersetzung einer Investoren Präsentation von Deutsch auf Englisch. Es hat mir besonders viel Spaß gemacht, dass ich in das Projekt eines IPO-Kandidaten sehr stark eingebunden wurde. So lernte ich in den wöchentlichen Telefonkonferenzen, auf was alles im Vorfeld eines IPO geachtet werden muss und wie viele unterschiedliche Zahnräder dort ineinander greifen müssen, um einen erfolgreichen Börsengang zu realisieren. Die in diesem Zusammenhang an mich delegierten Arbeiten, wie die Erstellung eines Kommunikationsplans, die Abstimmung des Webseiteninhalts mit den zuständigen Stellen und das Verfassen der Pressemitteilung „IPO Announcement“ empfand ich als anspruchsvoll aber fördernd. Der wöchentliche Pressespiegel förderte zum einen meine Fremdsprachenkenntnisse, zum anderen war man so immer vollkommen informiert über das Geschehen am Kapital- und IPO-Markt. Da ich mein Praktikum in einem schwierigen Börsenumfeld - bedingt durch die sich ausweitende EU-Schuldenkrise - begonnen habe, konnte ich miterleben, wie zahlreiche Unternehmen ihren Börsengang auf Grund der schwierigen Marktsituation verschieben mussten.

Es freute mich besonders, unmittelbar miterleben zu dürfen, dass das Produkt meiner Arbeit effektiv verwendet wurde. So wurde zum Beispiel eine von mir erstellte Recherche zum Thema Proxy-Voter auf Hauptversammlungen und eine von mir dazu angefertigte Analyse und Handlungsempfehlung mit dem Kunden besprochen und von diesem umgesetzt.

Auch bei der Auswertung der Guidance Studie 2012 und des IR-Panels lernte ich viel über die generelle Stimmung am Kapitalmarkt. Es war interessant, die gewonnenen Erkenntnisse zusammen mit erfahrenen Beratern zu besprechen und auch eigene Überlegungen einfließen lassen zu dürfen.

Ebenfalls lernte ich viel im Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Analysten und Investoren, da ich von Anfang an die Assistenz am Empfang und beim Telefondienst unterstützen durfte.

3. Fazit

Bei meinem Praktikum bei der cometis AG konnte ich viele sehr gute Erfahrungen machen, die ich mit Sicherheit im späteren Berufsalltag werde nutzen können. Mir wurden während des gesamten Praktikumszeitraums tiefe Einblicke in die Bereiche Finanzkommunikation und Investor Relations gewährt und ich bin überzeugt mit meiner Arbeit die zuständigen Projektleiter tatkräftig unterstützt zu haben. Im gesamten Praktikumszeitraum war ich voll in das Tagesgeschäft und in längerfristige Projekte involviert und konnte dort tatkräftig unterstützen. Die Klischees, die ich zuvor der Unternehmensberatungsbranche zuschrieb, haben sich nicht bewahrheitet. Es zeigte sich, dass cometis aus einem Team von jungen, aber durchaus sehr erfahrenen und motivierten Beratern, Grafikern und einem seit über einem Jahrzehnt bestehenden und eingespielten Managementteam besteht, die ihr Aufgabengebiet, die Investor Relations und die dazugehörenden Aufgaben, sehr gut verstehen und vor allem den Dientleistungshintergrund einer IR-Agentur verinnerlicht haben. Natürlich wurde es auch mal später am Abend, das wurde aber gerne in Kauf genommen um den Wünschen und den Terminabsprachen mit dem Kunden maximal zu entsprechen. Mir wurde schnell bewusst, dass jeder Einzelne den Leitspruch „Was es wert ist getan zu werden, ist es wert richtig getan zu werden.“ mit voller Überzeugung in sein Arbeitsleben übernommen hat. Trotz des hohen Arbeitspensums stand mir das gesamte cometis Team immer für Fragen offen und zu jedem Zeitpunkt hilfreich und gerne zur Seite.

Vor allem durch die vielen Einzelgespräche war es mir möglich, sehr viele Erfahrungen und Einblicke hinter den Kulissen der Beraterbranche zu sammeln und Hintergrundwissen aufzubauen.

Mir hat das Praktikum sehr viel Spaß gemacht und ich würde es jedem weiterempfehlen. Denn hier kann man täglich oder besser gesagt stündlich etwas dazu lernen und wird von allen als vollwertiges Mitglied in der „Gemeinschaft cometis“ integriert.


Benjamin Bender, Praktikant, 1. Oktober 2011 bis 30. März 2012

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